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Warum braucht es CO2 im Aquarium?

Zierfische sind ein tolles, entspannendes Hobby. Ob es dabei Salzwasser oder Süßwasserfische sind, ist völlig unerheblich denn einige Dinge, muss man bei Beidem gleichermaßen beachten.

So ist zum Beispiel die Zugabe von CO2 im Aquarium unabdingbar, wenn du ein sattes Pflanzengrün haben möchtest.

Unterwasserpflanzen funktionieren nach demselben Prinzip wie die Pflanzen in Gärten, Wäldern oder Parks. Um schönes Blattwerk, satte Grüntöne und ein gesundes Wachstum zu entwickeln, benötigen sie Kohlendioxid (CO2). Man nennt diesen Vorgang der Entwicklung und Bildung von Farbstoffen, Fotosynthese. Dafür produzieren die Pflanzen Sauerstoff, der nicht nur für die Fische, sondern auch für das ganze biologische System im Aquarium lebensnotwendig ist. Ein Kreislauf den es im Aquarium zu stabilisieren gilt. Dabei kommt es unter Anderem, auf die Anzahl der Fische und anderen Bewohner im Aquarium an. Auch die Art der Pflanzen und ihre Anzahl sind mitbestimmend, wie hoch oder wie niedrig der Sauerstoffgehalt bzw. der Kohlendioxidgehalt im Wasser ist.

CO2 in der Natur

Kohlendioxid ist ein natürlich vorkommendes Gas. Es entsteht durch Atmung und den chemischen Prozess der Umwandlung und ist, somit ein Abfallprodukt des Sauerstoffs.

In Meeren entsteht CO2 durch Druckausgleich. Dazu muss man verstehen, dass Kohlendioxid unter bestimmten Voraussetzungen, wasserlöslich ist.

Ist der Druck des Kohlendioxid in der Luft höher als im Wasser, löst sich CO2 im Ozean, weil beide versuchen diesen Unterschied auszugleichen.

In stehenden Gewässern wie Seen und Tümpeln sind es aerobe Mikroorganismen und Bakterien die für die Bildung von CO2 und für die Umwandlung und Anreicherung in und von Sauerstoff zuständig sind. Grundvoraussetzung dafür ist der ausreichende Kontakt von Luft und Wasser. Dieser entsteht durch Wellenbewegung und Gischt bzw. Schaumbildung bei Wind und Wetter.

Bei Flüssen ist diese Bewegung stetig vorhanden.

Ein weiterer wichtiger Faktor für Fotosynthese, ist Sonnenlicht. Durch diese Lichteinwirkung kann der Bedarf an Kohlendioxid ebenfalls gesteuert werden. Liegen zum Beispiel Teile des Sees oder Flusses komplett im Sonnenlicht, findet eine an dieser Stelle eine intensivere Fotosynthese statt und die Pflanzen verbrauchen entsprechend mehr Kohlendioxid.

Um in einem Aquarium ähnliche Bedingungen zu schaffen, kann man heute auf verschiedene Hilfsmittel zurückgreifen.

Co2-Gleichgewicht-im-Aqua

Grundvoraussetzungen für ein funktionierendes Gleichgewicht

In einem Aquarium besteht immer die Möglichkeit, dass das biologische Gleichgewicht kippt. Da es sich bei dem Wasser ebenso wie in einem See, um stehendes Gewässer handelt, besteht auch die Gefahr von einem Überschuss oder einer Unterversorgung.

Diese hat wiederum zur Folge, dass es zu vermehrter Algenbildung kommen kann, was in Folge einen Überschuss an CO2 begünstigt.

Um das Gleichgewicht von Sauerstoff und CO2 zu erhalten, ist es notwendig sich darüber im Klaren zu sein, welche Fische und welche Pflanzen zusammenpassen und welche Lebensgrundlagen bestimmte Fische oder andere Wasserlebewesen benötigen.

So macht es zum Beispiel wenig Sinn, Buntbarsche in ein Aquarium mit relativ viel Grünpflanzen zu setzen. Manche Buntbarscharten graben die Pflanzen nämlich aus, und andere wiederum betrachten diese als Nahrung. In einem Aquarium in dem vorwiegend Buntbarsche gehalten werden, ist es daher ratsam, auf übermäßige Bepflanzung zu verzichten und stattdessen natürliche Höhlenformationen aus Steinen oder im Handel erhältlichen Dekoartikel wie Steinkrüge oder Ähnlichem zu schaffen. Da Barsche Höhlenbrüter sind, wird dies gerne von ihnen angenommen. Mooskugeln passen besser in ein solches Aquarium, als zum Beispiel das Papageienblatt oder die Schwertpflanze.

Kohlendioxid als “Dünger” für anspruchsvolle Pflanze

Die Zugabe von CO2 kann unter anderem über CO2-Anlagen hinzugefügt werden.

Ziemlich beliebt in der Pflanzenaquaristik sind Diffusoren. Diese enthalten im Normalfall eine Membran die aus Keramik besteht. Mit hohem Druck wird das Gas hindurchgepresst und dabei zerstäubt. Die dabei entstehenden Minibläschen sorgen dafür, dass sich aufgrund der vergrößerten Grenzfläche von Wasser zum Gas, das Kohlendioxid wesentlich effizienter löst als aus dementsprechend größeren Blasen.

Manche Pflanzen sind von Natur aus sehr genügsam und andere wiederum brauchen das Extra an Kohlendioxid, um sich richtig wohlzufühlen. CO2-Anlagen haben den Vorteil sich günstig auf den PH wert des Wassers auszuwirken. Mehr C02 bedeutet, einen höheren PH wert im Wasser. Im besten Fall sollte dieser bei 6,8 liegen. Viele Fische gedeihen unter dieser Voraussetzung ebenfalls bestens.

CO2 Anlagen sind außerdem hilfreich um die Wasserqualität (Karbonwert, pH-Wert) in einem idealem Maß einstellen zu können. Mit Teststreifen kann zusätzlich Sicherheit darüber gewonnen werden, ob die Bedingungen den Ansprüchen genügen. Darüber hinaus, gibt es auch flüssiges CO2, welches dem Wasser in Form von einem Carbon Fertilizer aus der Flasche hinzugefügt werden.

Pflanzen die einen erhöhten Kohlendioxidgehalt benötigen, danken dessen Zufuhr, mit wundervoll grünen Blättern, gesundem Wachstum und jeder Menge produziertem Sauerstoff.

Im Gegensatz dazu gibt es auch Pflanzen die gar kein CO2 benötigen

Schwimmpflanzen werden direkt durch das Sonnenlicht Bzw. die Lichtquelle im Aquarium zur Bildung von Sauerstoff animiert und benötigen daher überhaupt kein CO2. Eine weitere Vertreterin dieser Spezialisten, ist die Gattung Pteridiaceae, besser bekannt als Flügelfarne. Diese sind generell sehr pflegeleicht und anspruchslos. Damit gedeihen sie in nahezu jedem größerem Aquarium.

Eine Unterart, der Javafarn, ist wegen seiner Bitterstoffe auch als Bepflanzung in einem Barschaquarium bestens geeignet, weil die Fische ihn nicht fressen.

wann-Co2-hinzugeben

Wann muss ich CO2 im Aquarium zugeben?

Letzten Endes macht eine Zugabe von Kohlendioxid dann Sinn, wenn man unterschiedlichen Friedfischen ein Versteck und Brutplätze bieten will. Ein Becken mit einem Unterwasserwald ist außerdem ein größerer optischer Reiz als eine karge Steinlandschaft mit ein paar vereinzelten grünen Mooskugeln.

Grün wirkt stimmungsaufhellend und es gibt in einem begrüntem Aquarium quasi immer etwas zu entdecken. Ein Schwarm Guppys der durch die dichten Blattkronen schießt oder die Garnele, die sich unter den Wurzeln ein Versteck gesucht hat. In ein gesundes und dichtes Biotop mit Pflanzen und Fischen gehört auch die Zugabe von CO2.


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