Katzenfutter-und-Übergewicht

Was du zum Thema Übergewicht & Fütterung von Katzen wissen musst

Wie man Katzen richtig füttert haben wir ja in einem früheren Artikel schon einmal geklärt. Heute setzen wir uns aber gezielt mit Übergewicht bei Katzen auseinander und zeigen dir einige Dinge auf, die du zu dem Thema unbedingt wissen musst.

Katzenbesitzer sehen sich mit einem deutlichen Problem konfrontiert: Experten gehen davon aus, dass heutzutage fast jede zweite Katze in Obhut eines Menschen übergewichtig ist.

Um sich also mal grundlegend mit dem Problem auseinandersetzen zu können, musst du wissen, wie du überhaupt erkennst, ob deine Katze zu viel Gewicht auf den Rippen hat.

Die wichtigsten Anzeichen für Übergewicht bei der Katze

  • Rippen sind nicht länger tastbar
  • Fettpolster am Rücken
  • Bewegungsfreiheit ist eingeschränkt

Diese drei Dinge sind im Grunde am wichtigsten, wenn es um das ideale Gewicht deines Stubentigers geht. Sehen wir uns die nun mal kurz im Detail an.

Die Rippen müssen tastbar & zählbar sein

Streiche über den Brustkorb deiner Katze. Im Grunde müssen ihre Rippen spürbar sein, ohne dass du dazu Druck ausüben musst. Eine kleine Fettschicht direkt unter ihrer Haut ist allerdings normal.

Achtung Untergewicht! Sind die Rippen schon von sichtbar bzw. ohne Berührung erkennbar, dann hat das Tier deutliches Untergewicht. Das sollte natürlich auch nicht passieren.

Idealgewicht bedeutet, dass du die Rippen deiner Katze ohne große Mühen ertasten kannst.

  • Musst du fester drücken, hat du es mit ungefähr 15 % Übergewicht zu tun.
  • Hast du allerdings beim Tasten schon Schwierigkeiten, herauszufinden, wo eine Rippe beginnt und endet, beträgt das Übergewicht vermutlich schon 30 %.

Es darf keine Fettpolster geben

Wie gesagt, eine dünne Fettschicht ist normal. Aber regelrechte Fettpolster darf es auf keinen Fall geben.

Streiche über den Rücken deiner Katze. Du musst die Rückenwirbel bis hin zum Schwanzansatz fühlen können, andernfalls gibt es dort solche Fettpolster!

Die Katze muss eine gute Bewegungsfreiheit haben

Hat sie Schwierigkeiten, sich zu bewegen, sinkt auch die Freude zur Bewegung und dann wird die Katze nur umso fettleibiger. Es ist also ein regelrechter Teufelskreis, in dem sie sich da befindet.

Zwar ist es normal, dass die Bewegungsfreude mit der Zeit etwas nachlässt, aber wenn das Gewicht ganz normal bleibt, dann musst du dir hier keine großen Sorgen machen.

Warum ist Übergewicht bei Katzen so gefährlich & wie wird man es überhaupt wieder los?

Oft heißt es, dass du jetzt auf spezielles Diätfuttermittel zurückgreifen sollst, aber das ist eigentlich nur dann der Fall, wenn du durch eine Umstellung zu artgerechter Ernährung ihren Bedarf nicht decken könntest.

Grundsätzlich ist die artgerechte Ernährung der Katze der beste Weg, um sie gesund zu halten. Hat sie aber schon länger an Übergewicht gelitten, können natürlich gesundheitliche Schäden entstanden sein. Und die müssen womöglich nun mit speziellem Futter behandelt werden, womöglich sogar noch weiter durch Physiotherapie oder Medikamente. Was genau hierbei aber zu tun ist, kann dir nur der Tierarzt sagen.

Die häufigste Krankheit von übergewichtigen Katzen ist vermutlich Diabetes!

Da Übergewicht von Katzen meist mit einer falschen Fütterung einhergeht, können auch gesundheitliche Probleme auftreten, die damit nicht unmittelbar in Verbindung stehen. Eine Niereninsuffizienz kann zum Beispiel entstehen, genauso wie auch eine Futterallergie.

Von zu hohem Gewicht nehmen auf Dauer außerdem die Knochen Schäden, das ist bei Katzen nicht anders wie bei allen anderen Säugetieren. Zusätzlich dazu verfettet das Herz und allgemein wird die Lebenserwartung dadurch drastisch verringert.

Artgerechtes Katzenfutter muss…

  • Zuckerfrei und getreidefrei sein.
  • Hochwertiges Muskelfleisch enthalten.
  • Über einen Fleischanteil von mindestens 80 % verfügen.
  • Ausschließlich natürliche Antioxidantien enthalten; darunter Vitamin C & E + diverse Kräuteröle.
  • Auf Bindemittel vollständig verzichten.
  • Keine künstlichen Aroma-, Farb- oder Lockstoffe beinhalten.
  • Auch keine Chemikalien beinhalten.
  • Auf Obst und Gemüse völlig verzichten.
  • Eine offene und lückenlose Inhaltsangabe bieten, damit du genau weißt, was du deiner Katze fütterst.
  • Frei von Knochenmehl und Knochen sein, genauso wie auch Wolle, Borsten, Fell, Federn, Federmehl, Blut und Urin, Schnäbel und Krallen von Vögeln nicht darin enthalten sein dürfen. Klingt krass? Sowas versteckt sich hinter dem Begriff tierischer Nebenerzeugnisse! Mehr zu dem Thema kannst du hier nachlesen.

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