Katzen richtig füttern – darauf ist für eine artgerechte Ernährung zu achten

Um Katzen richtig zu füttern, sollte das Futter vor allem nährstoffreich sein, damit die Tiere gesund bleiben und ausreichend versorgt sind.

Dazu gehören unter anderem tierische Proteine zum Beispiel aus Rindfleisch, oder Geflügel, aber auch Innereien wie Leber oder Herz, sowie auch Fisch und Milchprodukte. Auch pflanzliche Proteine sind wichtig, aus Getreide oder Hülsenfrüchten.

Des Weiteren ist die Eiweißversorgung wichtig, da die Katzen einen Großteil ihrer Energie aus Aminosäuren ziehen, weshalb sie einen höheren Eiweißbedarf haben, als beispielsweise Hunde. Wichtig sind dabei Taurin, welches für die Gallenfunktion nötig ist und nicht selbst vom Körper der Katze produziert werden kann, sowie Arginin, die für den Harnstoffzyklus von großer Bedeutung ist. Fehlt diese, kann es zu einer Vergiftung der Katze kommen, weshalb es unbedingt notwendig ist, das Tier mit ausreichend fleischhaltiger Nahrung zu versorgen – hier ist Arginin enthalten.

Als essentielle Fettsäure muss im Katzenfutter auch Linolsäure enthalten sein, sowie auch Arachidonsäure, diese sollte durch tierisches Gewebe ausreichend im Futter enthalten sein. Da die Tiere einen grundsätzlichen Enzymmangel haben, da diese nicht selbst produziert werden können, dürfen auch diese Stoffe nicht bei einer ausgewogenen Ernährung fehlen.

Die Inhaltsstoffe müssen stimmen, um Katzen richtig zu füttern

Kohlenhydrate werden von Katzen nur wenig, bis gar nicht benötigt. Auf Weizen sollte unbedingt im Futter verzichtet werden, da es durch die enthaltenen Gluten zu Magenbeschwerden und Durchfall führen kann. Im Trockenfutter ist leichter aus produktionstechnischen Gründen eine höhere Menge an Kohlenhydraten enthalten, wird jedoch in der Herstellung so aufgewertet, dass es besser verträglich für die Tiere wird. Bei Nassfutter hingegen kann vollkommen auf die Verwendung von Kohlenhydraten verzichtet werden.

Ballaststoffe sind für eine gute Verdauung wichtig. Diese sind durch unauflösliche Faserstoffe im Futter enthalten, als Futterzellulose, oder Weizenkleie. Futterzellulose ist vor allem für Tiere mit Verdauungsschwierigkeiten und bei Diabetes, sowie Allergien zu bevorzugen.

Die Optimale Zusammensetzung ist dabei 50-60 Prozent Protein, 20-30 Prozent Fett und 3-8 Prozent Kohlenhydrate.

Auch bei den Vierbeinern sind Vitamine überaus wichtig. Wie beim Menschen sind sie für die Gesundheit von Haut und Haaren, die Sehkraft und auch ein funktionierendes Immunsystem verantwortlich.

Vitamin A nehmen die Tiere direkt durch das Fleisch in der Nahrung auf. Vitamin D2 und D3 wird hauptsächlich durch Fisch und Leber aufgenommen wie auch Vitamin K, Vitamin E durch Pflanzenöle. Auch Vitamin B1 und B7, Thiamin und Biotin, ist in in Fleisch, Leber und Hefe.

Zu guter Letzt dürfen Mineralstoffe für eine ausgewogene Ernährung nicht fehlen. Diese sind wichtig für einfach alles im Körper. Den Knochenbau, die die Muskeln und auch die Organe. Diese sind Calcium, Kalium, Magnesium und Phosphor, sowie Eisen, Jod, Selen und Zink. Diese sind ausreichend in Fleisch und Fisch enthalten, die für eine gesunde Katzenernährung unabdinglich sind.

Die richtige Ernährungsform wählen

Eine weitere Frage stellt sich zwischen Trocken- und Nassfutter. Was sind die Vor- und Nachteile dieser Fütterungen?

Trockenfütterung

Diese Fütterungsform ist nicht artgerecht, da sie schlichtweg ungesund für die Katze ist.

Mischfütterung

Kann problematisch werden, da sie ebenso wenig artgerecht ist wie die reine Trockenfütterung.

Nassfütterung

Hierbei wird die Katze bei der Flüssigkeitsaufnahme unterstützt, da zusätzlich im Futter Wasser enthalten ist. Dadurch ist sie nicht nur gut hydriert, sondern beugt auch Problemen der Nieren und Harnwege vor. Ein weiterer Vorteil ist, dass es ein intensiveres Aroma hat, als Trockenfutter und somit auch appetitlicher wirken kann, da der Geruchs- und Geschmackssinn deutlich ausgeprägter ist, als beim Menschen. Ein großer Nachteil ist die Verderblichkeit, denn wenn die Katze nicht aufisst, kann man Nassfutter nicht einfach stehen lassen, da es sonst schlecht wird. Außerdem ist das natürliche Fressverhalten der Katzen, wie schon erwähnt ein anderes, als nur morgens und abends eine Portion Futter zu bekommen.

Katzen benötigen einen Fleischanteil von mindestens 85 % in ihrem Futter.

Da auch nicht jede Katze gleich ist, kann es natürlich sein, dass ihnen nicht alles schmeckt. Manche mögen weniger Fisch, manche nur Rindfleisch, andere vielleicht gar kein Trocken- oder Nassfutter. Dies gilt es im Laufe der Zeit herauszufinden, aber trotzdem solltest du darauf achten, dass dein Tier alle wichtigen Stoffe bekommt. Dabei ist es nicht wichtig, jeden Tag Fisch und Fleisch zu essen, sondern ausgewogen, wie auch beim Menschen. Wenn sie Fisch zum Beispiel nicht so gerne hat, mische es mit Rind, so kannst du etwas tricksen.

Alternative Futtermethoden

BARF

Immer beliebter wird bei der Fütterung aber auch die BARF-Methode (Biologisch artgerechte Roh-Fütterung). Diese Fütterung kommt der Natur am nächsten, da die Katzen vor ihrer Domestizierung gejagt haben um sich zu ernähren und folglich sich von rohem Fleisch ernährt haben. Durch das jahrelange Zusammenleben mit dem Menschen hat sich das Verdauungssystem nur wenig verändert, weshalb die Tiere auch sehr gut darauf ansprechen. Man muss für sich selbst entscheiden, ob man das möchte, oder doch zu dem klassischen Futter greift.

Da es aber der Katze bei der Roh-Fütterung an Nichts fehlt, muss diese auch fachgerecht zusammengestellt werden, denn auch in der freien Natur ernährt sie sich nicht nur vom Muskelfleisch, sondern auch von Knochen, Sehnen und Innereien. Es ist wichtig sich mit dem Thema genau zu befassen und am besten auch fachkundige Hilfe in Anspruch zu nehmen, damit die wichtigen Nährstoffe auch in genauem Maße im Futter vorhanden sind. Dies kann je nach Alter, Rasse, Größe, Gewicht und Vorerkrankungen stark variieren und ist nicht zu unterschätzen.

Whole-Prey-Ernährung

Aus dem Englischen übersetzt werden hier ganze Beutetiere verfüttert. So stehen hier Küken, Mäuse, Wachteln, oder auch Hühnerschenkel und Fische am Speiseplan. Dies ist die ganz pure und ursprüngliches Ernährungsform der Katze. Es müssen weder Supplemente, noch Gemüse, oder Obst zugefügt werden. Da hier teils lebende Tierchen verfüttert werden, müssen diese auch für eine Zeit lang richtig gehalten werden, damit auch die Nähstoffe im richtigen Maße vorhanden sind. Auch hier bedarf es einiges an Wissen, damit dem Stubentiger auch nichts fehlt, also genau erkundigen, wenn du diese Ernährung einführen willst.

Selbst kochen

Wie auch für die Familie, kann man natürlich auch für seine Katze selbst etwas zubereiten. Es ist einiges an Zeit erforderlich, aber wenn man gerne kocht, kann es auch Spaß machen. Wichtig ist, dass auch hier alle nötigen Nährstoffe in der Nahrung enthalten sind. Rohes Fleisch kann hier auch wichtig sein, da darin Taurin enthalten ist. Unbedingt nur unbehandelte Lebensmittel verwenden, kein geräuchertes Fleisch, oder Fisch. Es können auch Reis, Karotten, oder Kartoffeln beigeben werden, je nach Geschmack der Katze. Gekochtes Ei, oder ungewürztes Rührei, wird von manchen Stubentigern als Leckerbissen angesehen. Hier gibt es auch einige Rezepte, die du ausprobieren kannst.

Letzte Aktualisierung am 24.11.2020 um 11:34 Uhr / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API

Written by Diana
Diana ist stolze Mami von zwei Katzen - da ist es natürlich nur naheliegend, dass sie sich um die Ratgeber zu diesen Tieren für uns kümmert. Hier findet ihr den Instagram-Account von ihr.