Pool hundesicher machen: Badespaß mit der Fellnase

Nicht nur für uns Menschen ist Abkühlung im Sommer willkommen, auch viele Fellnasen lieben es, sich an heißen Tagen ins kühle Nass zu stürzen und im Wasser zu planschen. Wer einen eigenen Pool im Garten hat, stellt sich dabei aber auch die Frage, wie das Becken hundesicher gemacht werden kann. Denn auch wenn der Pool nicht in Benutzung und der Hund alleine im Garten ist, soll alles sicher sein. Je sorgfältiger du deinen Pool auf deinen Hund vorbereitest, desto entspannter kannst du die Sommer- und zugleich Badesaison auch genießen.

Pool-Chemikalien und Hunde: Geht das?

Hund-schwimmtGrundsätzlich ist gechlortes Poolwasser unproblematisch für den Hund – solange er darin schwimmt und das Wasser nicht trinkt. Kleine Mengen an Chlor sind selbst in unserem Leitungswasser enthalten und ungefährlich. Im Pool ist die Chlorkonzentration in der Regel höher. Der Hund sollte also stets unter Beobachtung stehen, damit er nicht auf die Idee kommt, das Poolwasser als Durstlöscher zu nutzen. Besonders bei Welpen, älteren oder kranken Hunden kann dies zu Durchfall und Erbrechen führen und lebensbedrohlich werden. Um Hautirritationen zu vermeiden, sollte dein Hund auf jeden Fall nach dem Bad gründlich abgeduscht werden, damit das Chlor vollständig aus dem Fell entfernt wird. Wer auf den Einsatz von Chlor möglichst oder ganz verzichten möchte, der sollte auf alternative Möglichkeiten setzen wie:

  • Sandfilteranlage
  • Pumpen
  • Ungiftige Wasserzusätze
  • Regelmäßige, sorgfältige, manuelle Reinigung des Beckens

Damit dein Hund sich nicht angewöhnt aus dem Pool zu trinken, sollte stets ein Napf mit frischem Wasser zur Verfügung stehen. Der Rest ist Erziehungssache – hier solltest du deinem Hund beibringen, dass er das Wasser aus dem Napf trinken soll und eben nicht aus dem Schwimmbecken.

Unfallschutz: Sicherheit für Mensch und Tier

Ist der Pool frei zugänglich, sollte er in Abwesenheit stets gesichert werden, damit dein Hund nicht auf eigene Faust für Abkühlung sorgen kann. Denn hier droht die Gefahr, dass er das Becken nicht mehr alleine verlassen kann. Nicht jeder Pool besitzt eine Pooltreppe und Hunde sind in der Regel nicht dazu in der Lage, den Pool über eine Poolleiter zu verlassen. Wer also bereits einen Pool mit Leiter besitzt, sollte über die Nachrüstung mit einer passenden und gut montierten Treppe nachdenken. Wer Poolplanen oder Solarfolien nutzt weiß, dass diese zwar eine optimale Lösung sind, um das Wasser vor Schmutz und Verunreinigungen zu schützen. Doch auch sie bergen Gefahrenpotential, denn Hunde können nicht einschätzen, dass die Oberfläche nachgibt. Auch hier solltest du darauf achten, die Folie nur dann einzusetzen, wenn dein Hund nicht alleine in die Nähe des Pools kommt.

Hund-im-Sommer-HitzeUm es überhaupt nicht soweit kommen zu lassen, dass der Hund ohne Beaufsichtigung in den Pool springt, sollte für eine entsprechende Absicherung gesorgt werden. Hier gibt es verschiedene Möglichkeiten:

  • Sicherheitszaun
  • Fest montierte Poolabdeckung
  • Sicherheitsplanen
  • Pool-Alarm
  • Poolregeln aufstellen

Manch Hundebesitzer wird beim letzten Punkt möglicherweise stutzen. Doch Erziehung ist auch beim Hund das A und O einer entspannenden Beziehung. Dein Hund sollte also von Anfang an lernen, dass der Pool tabu ist – es sei denn er wird eingeladen, hineinzuspringen.

Hinweis: Nach Verlassen des Pools solltest du noch einmal sorgfältig kontrollien, dass alle Sicherheitsvorkehrungen zuverlässig funktionieren. 

Sauberer Pool: Verunreinigungen entfernen

Aber nicht nur die Fellnase sollte sicher sein, auch der Pool und die dazugehörige Technik müssen vor Verunreinigungen durch Fell und Hundehaare geschützt werden. Um die feinen Haare und Schmutzpartikel aus dem Wasser zu filtern, lohnen sich Skimmernetze, die über den Skimmer gezogen werden. In ihnen sammelt sich der Schmutz – sie sollten also regelmäßig gereinigt werden. So bleiben die Leitungen frei und die Technik kann einwandfrei arbeiten. Auch eine Rückspülung für sauberes Wasser sollte regelmäßig erfolgen. Für ein optimales Filtrationsergebnis sollten Poolbesitzer darüber hinaus auf Wasserpflegemittel zurückgreifen.

Pflicht vor dem Poolbesuch: duschen

Bevor es für Mensch oder Hund in den Pool geht, sollten beide gleichermaßen vorher eine Dusche nehmen. So bleiben Schweiß und Sonnencreme draußen – zumindest, was uns Menschen betrifft. Allerdings sollten auch die Hunde erst einmal abgeduscht werden, um insbesondere einem starken Fellverlust im Becken vorzubeugen. Natürlich lässt es sich nicht ganz vermeiden, dass Fell in das Poolwasser gelangt. Doch wer den Hund hier gründlich vorher wäscht, kann hier zumindest entgegenwirken.

Ist der eigene Pool hundesicher, steht einem ausgelassenen Badespaß im Sommer für alle Zwei- und Vierbeiner nichts im Wege.

Written by Gastautor
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