Vogelspinne-Gesundheitsfibel

Die große Gesundheitsfibel für deine Vogelspinne

Viele Vogelspinnen Krankheiten sind bis heute nicht weit erforscht, sodass es schwierig ist genau zu benennen, was der Vogelspinne eigentlich fehlt. Doch auch diese eher robusten Tiere können unterschiedliche Krankheiten, wie beispielsweise Vergiftungen oder sogar Parasiten bekommen. Nicht selten kommt es dazu, dass sich eine Vogelspinne verletzt und behandelt werden muss. Anders als bei anderen Haustieren gibt es nur sehr wenige Medikamente, die bei den Erkrankungen bei Vogelspinnen helfen können. Um vorzubeugen und Krankheiten, wie beispielsweise Parasiten zu vermeiden ist es wichtig auf die korrekten Haltungsbedingungen einer Vogelspinne zu achten. Gerade durch eine schlechte Haltung oder eine mangelnde Hygiene kann es passieren, dass deine Spinne krank wird.

In diesem Ratgeber möchten wir dir die typischsten Krankheiten einer Vogelspinne nahebringen und dir erklären, welche Ursachen dahinter stecken können. Dadurch kannst du vorbeugende Maßnahmen treffen, damit es bei deiner Spinne gar nicht erst zu einer Erkrankung kommt. Wichtig ist, dass du einen Arzt aufsuchst, wenn die etwas an deiner Vogelspinne auffällt, um gesundheitliche Risiken abklären zu können.

Eine weitere Erkrankung, die nicht selten ist und in verschiedenen Arten auftritt ist Krebs. Gerade Vogelspinnenkrebs gehört noch mit zu den nicht erforschten Krankheiten, die beim Tier zum Tod führen kann. Krebs kann bei Vogelspinnen aufgrund von einer Virusinfektion auftreten. Diese Ergebnisse haben die wenigen Forschungen bereits ergeben. Im Falle einer Erkrankung stellen die Tiere das Fressen ein und sterben kurze Zeit darauf. Erkennen kannst du Krebs bei deiner Spinne aufgrund der blasenartigen Veränderungen an den sogenannten Spinnwarzen.

Milben lassen sich auf deiner Vogelspinne schnell erkennen. Ist deine Spinne von Milben befallen siehst du auf ihrem Körper viele kleine, weiße Flecken. Wenn du genauer hinschaust, wirst du sehen, dass es sich um winzig, kleine Tierchen handelt, die sich auf deiner Spinne bewegen. Milben ernähren sich von Futterresten, sodass es sehr wichtig ist, dass das Terrarium deiner Spinne auch weiterhin sauber und ordentlich bleibt. Dies ist besonders wichtig, damit sich keine Keime oder Bakterien in deinem Terrarium einnisten.

Wichtig ist, dass du bei einem Milbenbefall nicht sofort in Panik gerätst. Schaue zuerst auf die Haltungsbedingungen deines Tieres und besuche einen Tierarzt. Dieser kann dir ein Medikament anbieten und gleichzeitig Informationen geben, wie du Milben am besten vermeidest oder in einem nochmaligen Fall behandelst.

Bei deiner Vogelspinne kann es an alten Verletzungen zu sogenannten Pilzerkrankungen kommen. Diese sind jedoch nicht einfach zu erkennen. Einen Pilzbefall oder eine Erkrankung bei deiner Vogelspinne kannst du anhand der pelzigen, weiß-grauen Beläge auf der Spinne erkennen. Nicht selten sind auch die Beine des Tieres befallen. Nach und nach werden die Pilz-Flecken immer größer, sodass du dein Tier sofort behandeln solltest. Handelst du nicht sofort kann es passieren, dass sich deine Spinne zurückzieht und unwohl fühlt.

Ein Grund, warum es zu Pilzerkrankungen bei Vogelspinnen kommen kann, ist unter anderem ein deutlich zu feuchtes Klima. Kalte Temperaturen können ebenfalls zu Pilzerkrankungen bei deinem Tier führen. Solltest du bei deiner Vogelspinne einen Pilzbefall feststellen lass diesen am besten von deinem Tierarzt untersuchen. Außerdem solltest du das gesamte Terrarium gründlich sauber machen und auch desinfizieren, damit es nicht zu weiteren Erkrankungen kommt.

Terrarientiere und demnach auch Vogelspinnen reagieren sehr sensibel auf Gifte, Pestizide und auch Insektizide. Leider ist es sehr schwer, eine Vergiftung bei deinem Haustier zu erkennen. Es kann bei besonders schwerwiegenden und starken Vergiftungen dazu kommen, dass deine Vogelspinne Krampfanfälle bekommt oder schlimmstenfalls ihre Gliedmaßen verliert. Doch auch wenig Appetit, ein träges Verhalten und Abgeschlagenheit können bereits zu den ersten Zeichen einer Vergiftung führen. Achte daher gezielt darauf, dass du keine toxischen Substanzen im Terrarium verwendest oder Dekorationselemente einbaust, die giftig sein könnten. Solltest du bei deiner Spinne Vergiftungserscheinungen bemerken, suche einen Tierarzt auf.

Verletzungen unterschiedlicher Art

Besonders bei Vogelspinnen kann es hin und wieder zu Verletzungen im Terrarium kommen. Nicht selten klettern Spinnen im heimischen Terrarium herum und möchten die Gegend erkunden. Dabei klettern sie nicht nur an der Scheibe entlang, sondern auch auf den Rückwänden und an der Dekoration. Es kann allerdings passieren, dass die Spinne fällt und sich dadurch Verletzungen zuzieht. Besonders der Abdomen (das Hinterteil der Spinne) ist sehr empfindlich. Nicht selten kommt es dort zuerst zu Verletzungen.

In der Regel entstehen bei einem Sturz nur kleine Wunden an dem Abdom der Spinne. Diese heilen auch schnell ab, sodass kein weiteres Handeln notwendig ist. Sollte deine Spinne jedoch eine offene Wunde haben oder einen Riss, der nicht schnell verheilt und sich schlimmstenfalls entzündet ist es sehr wichtig, dass du sofort einen Tierarzt aufsuchst, der dir helfen kann. Doch Vorsicht: Das Blut einer Spinne ist nicht wie beim Menschen rot. Es ist völlig farblos und eher trüb, sodass Halter es nicht sofort erkennen, wenn die Spinne blutet oder eine offene Wunde nicht als solche ansehen. Es ist daher sinnvoll die Spinne zu beobachten, wenn sie sich verletzt hat.

Verletzungen durch Fressfeinde und Futtertiere

Doch nicht nur durch einen Sturz kann sich deine Vogelspinne Verletzungen und offene Wunden zuziehen, sondern auch durch Feinde oder sogar durch Futtertiere. In der freien Natur ist das nicht selten. Es kann sogar passieren, dass sich die Futtertiere, die du in das Terrarium gibst, verstecken und die Schlange anfressen. Auch das kann erhebliche Verletzungen verursachen. Normalerweise lassen Spinnen dies nicht zu, sodass du lediglich darauf achten musst, keine Futtertiere während der Häutungsphase anzubieten. In dieser Zeit frisst deine Spinne wenig bis gar nicht.

Verletzungen aufgrund falscher Haltung

Leider kann es zu Erkrankungen und Verletzungen aufgrund von falscher Haltung kommen. Einige Spinnenhalter neigen dazu ihre Spinne zu viel zu füttern und regelrecht zu überfüttern. Ist dies der Fall wird der vordere Teil des Spinnenkörpers viel zu groß. Eine zu dicke Spinne verletzt sich in der Regel auch deutlich öfter. Aufgrund dessen ist es sinnvoll deine Vogelspinne nicht zu überfüttern, damit du sie vor weiteren, schwerwiegenden Verletzungen schützen kannst.

Vogelspinnen leiden nicht selten unter Würmern. Es ist daher oftmals der Fall, dass dein Haustier unter einem Wurmbefall leiden kann. Diese kannst du bereits im Anfangsstadium an dem Abdomen deiner Spinne erkennen. Der Abdom deiner Schlange ist eingefallen und sieht nicht gesund aus. Solange dein Haustier allerdings noch frisst, scheint alles in Ordnung zu sein. Im späteren Verlaufe einer Wurmerkrankung wird deine Spinne schwächer und frisst weniger.

Leider gibt es keinerlei Behandlungsmöglichkeiten oder Forschungen bei Wurmerkrankungen von Vogelspinnen. Diese Krankheit endet tödlich. Es gibt Halter, die eine Erkrankung erst bemerken, wenn die Gliedmaßen des Tieres abfallen oder viele Würmer aus der Spinne kommen. Eine Heilung oder Behandlung ist daher leider nicht möglich, egal in welchem Stadium sich deine Spinne befindet.

Schnellcheck: So erkennst du das deine Vogelspinne krank ist

Das Beobachten deiner Vogelspinne macht nicht nur viel Spaß, sondern hilft auch dabei, dass du sehr schnell erkennen kannst, ob dein Tier krank ist oder nicht. Du wirst die ersten Anzeichen für eine Erkrankung deutlich schneller erkennen. Besonders wenn deine Spinne apathisch wirkt oder keinen Hunger mehr verspürt, solltest du ihr Verhalten besonders genau beobachten. Bei den ersten Anzeichen für eine Erkrankung ist es sinnvoll einen Arzt aufzusuchen.

Bei folgenden Anzeichen ist es wichtig sofort einen Arzt zu kontaktieren:

  • offene Wunden, die bluten
  • kaputte oder abfallende Gliedmaßen
  • winzige, bewegliche Tiere auf dem Körper
  • Probleme in der Koordination und im Gang
  • Hautbelag
Ein kleiner Tipp: Besonders in der Haltung kannst du bei deiner Vogelspinne viel falsch machen. Informiere dich daher genau über die korrekten Haltungsbedingungen deiner Vogelspinne, damit du Krankheiten, Mangelerscheinungen oder sogar Missbildungen vorbeugen kannst.

Erste Hilfe bei Vogelspinnen – Das kannst du tun, wenn deine Spinne krank ist

Solltest du bemerken, dass sich am Verhalten deiner Spinne etwas ändert oder generell etwas anders ist, solltest du sofort einen Tierarzt aufsuchen. Ein Arztbesuch ist unumgänglich, wenn du deiner Spinne helfen möchtest. Natürlich kannst du kleinere Verletzungen oder Wunden selbst behandeln oder beobachten.

Häufig kann dir der Züchter oder der Händler, bei dem du deine Spinne gekauft hast, ebenfalls mit Rat und Tat zur Seite stehen. Solltest du keinen schnellen Tierarzttermin bekommen oder dir nicht sicher sein, ob dein Tier krank ist, kontaktiere gerne auch den Züchter, um weitere Informationen zu bekommen.

Ein Tierarztbesuch ist im Ernstfall unumgänglich

Sollte deine Bartagame abmagern oder sich in der Farbe verändern suche bitte sofort einen Tierarzt auf. Die kleinsten Anzeichen können bereits helfen, dass es deinem Tier bald besser geht und sich der Zustand nicht verschlechtert.


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