Bitte nicht: Sieh davon ab, diese Tiere zu adoptieren!

Es gibt Tierarten, die nicht oder nur unter strengen Auflagen in den eigenen vier Wänden gehalten werden dürfen. Leider geschieht aus diesem Grunde die Haltung solcher nicht infrage kommender Tierarten, die Haltung daher illegal. Tierfreunde läuft es bei dieser Vorstellung kalt über den Rücken, wenn sie bedenken, wie Tiere darunter zu leiden haben.

Nachfolgend einige Tierarten die lt. Tierschutz DE keinesfalls adoptiert werden sollten.

Edelsittiche

Brauchen Bewegung und ein Käfig ist und bleibt für diese Vögel eine Art Gefängnis. Edelsittiche wollen vor allem viel fliegen. Wenn du Edelsittiche halten möchtest, sollten Gegebenheiten vorhanden sein, die Freiflug ermöglichen und das jeden Tag. Wie das in einer Wohnung zu bewerkstelligen ist, dürfte nicht leicht sein.

Ein Käfig ist meistens nicht ausreichend groß um darin herumzufliegen.

Ein Zimmer wäre eine gute Lösung, wenn du das zu einem Flugraum machen könntest. Darin können dann deine Vögel tagtäglich ihre Flugstunden absolvieren.

Laut Tierschutz in Deutschland sind Edelsittiche nur dann zu adoptieren, wenn diese Umstände vorhanden bzw. hergestellt werden können. Bei reiner Käfighaltung von einer Adoption absehen.

Kaninchenfische

Sie ernähren sich überwiegend von Algen, ihren Namen haben sie erhalten, weil sie bei der Nahrungsaufnahme an ein fressendes Kaninchen erinnern.

Kaninchenfische sind mit giftigen Flossenstrahlen ausgestattet, daher ihre Haltung nur in einigen Bundesländern unter Vorbehalt gemäß der Gefahrtierverordnung erlaubt. Von Experten wird von der Haltung dieser Fische abgeraten zum Wohle der Tiere und Gesunderhaltung des Menschen.

Kleiner Igeltanrek

Haltung für Anfänger schwer möglich, für Experten auch nicht ganz einfach zu bewerkstelligen, um für artgerechte Haltung zu sorgen. Das Tier frisst nur Regenwürmer und das zu schaffen, wird den meisten Haltern Probleme bereiten. Das benötigte Terrarium muss gut aufgegliedert sein und viel Platz bieten, tagsüber benötigen die Tiere einen Rückzugsort. Außerdem sind zusätzliche Wärmequellen anzubringen (Das Tier benötigt immerzu Temperaturen über 20 Grad Celsius, ansonsten drohen Erkrankungen), das bedeutet hohe Kosten und viel Technik, den Zeitaufwand dabei nicht vergessen. Letztendlich gehört dieses Tier in die Natur und eine Adoption ist alles andere als empfehlenswert, da eine artgerechte Haltung sehr schwer machbar ist.

Königsboa

Ist eine in Mittel- und Südamerika ansässige Riesenschlange. Auch hier sollte, wenn überhaupt, auf Nachzuchten zurückgegriffen werden und nicht auf Wildfänge. Zudem unterliegen diese Schlangen in den meisten Ländern Europas, so auch in Österreich, dem Artenschutzrecht. Die genannten Typen sind nicht meldepflichtig, wohl aber ein Herkunftsnachweis seitens des Halters.

In manchen Bundesländern ist die Order bezüglich potenziell gefährdeter Tiere gesondert geregelt.

Königspython

Bei Würgeschlangen benötigst du die Zustimmung des Vermieters, schließlich könnte Schlange ausbrechen und im Haus auf Wanderschaft gehen. Außerdem kann auch eine Auflage durch die zuständige Behörde Pflicht sein, diese Auflage ist zumeist eine entsprechende Prüfung zur Erteilung Haltungserlaubnis.

Nur Experten sind imstande so einem Tier eine artgerechte Haltung zu ermöglichen, schon kleinste Fehler machen das Tier krank. Man kann zu Recht sagen, dass eine Adoption keinen Sinn ergibt und oftmals durch Behörden unterbunden wird.

Krallenfrösche

Sie gehören zu den Arten der zungenlosen Frösche und bleiben Zeit ihres Lebens nur im Wasser. Zur gleichen Art zählt auch der Glatten Krallenfrosch sowie die beliebten Zwergkrallenfrösche.

Das Gegenstück aus Südamerika sind die Wabenfrösche, welche manchmal angeboten werden. Neben Nachzuchten werden auch Wildfänge angeboten, die in den Herkunftsländern oft dem Artenschutz unterliegen. Von privater Haltung ist abzuraten, da kaum erkennbar, ob es sich um Nachzucht oder Wildfang handelt.

Pantherchamäleon

Chamäleons gehören zu den faszinierendsten Reptilien überhaupt. Sie als Haustiere zu halten erfordert Zeit und Mühe. Sie benötigen für eine artgerechte Haltung Lichtdusche, gleichbleibende optimale Temperatur, Sprühnebel und müssen immerzu mit Insekten gefüttert werden.

Chamäleons als Haustiere ist ungewöhnlich, schwierig und diese Gesellen sind nicht allzu pflegeleicht. Nur wenn die Liebe zu den Tieren vorhanden ist, um all diese Mühen auszuführen ist eine Haltung sinnvoll. Ansonsten lieber Finger weg davon!

Rundkopfkugelfische

Diese eher lustig aussehenden Fische sind mit kurzen Stacheln am Körper ausgestattet. Sie pumpen sich bei Gefahr durch Schlucken von Meerwasser auf, spreizen die Stacheln von sich vor Schutz vor Feinden (können kaum verzehrt werden).

Da der Aufpumpvorgang und die nachfolgende Entleerung des Magens für die Tiere Stress pur bedeutet, sollte dieses Verhalten im Aquarium bestmöglich vermieden werden.

Diese Fische sind mit starkem Nervengift versehen, welches sich bei Unruhe und Tod der Tiere freisetzt und dadurch die anderen Fische im Aquarium verenden. Für den Menschen besteht nur Lebensgefahr bei Verzehr. Nicht unbedingt zur Adoption anzuempfehlen.

Seepferdchen

Seepferdchen werden in Wohnungen überwiegend in Aquarien gehalten. Nicht ganz einfach, wenn man bedenkt, dass die unter Artenschutz stehenden Tiere bereits bei kleinen Fehlern sterben.

Seepferdchen fühlen sich im Gemeinschaft sehr wohl, am besten zu halten im Aquarien mit mehreren Artgenossen. Eine Adoption mag gut überlegt sein!

Sibirisches Streifenhörnchen

Seit den 1960er Jahren wird dieses Tier auch in Österreich gezüchtet. Das Verhalten gegenüber den wildlebenden Artverwandten ist dasselbe. Es kommen in Österreich freilebende Variabilitäten vor, diese unterliegen dem heimischen Artenrechtsschutz.

Das Sibirische Streifenhörnchen wird aufgeführt bei Nachweis invasiver fremder Arten gemäß Unionsliste der Verordnung der EU Nr. 1143/2014. Unterliegt Besitz- und Transportverboten.

Haltung wäre daher illegal!

Skorpion

Da Skorpione in der Lage sind, durch Gift Menschen zu töten, müssen dementsprechende Sicherheitsvorkehrungen geschaffen werden. Außerdem sind sie sehr anspruchsvolle Haustiere. Aus diesem Grund sollten nur Züchter diese Tiere halten.

Der Kaiserskorpion ist vom Aussterben bedroht, unterliegt Exportkontrollen und eine Adoption wird in der Regel nur Züchtern genehmigt. In vielen Orten Österreichs ist die Haltung von Skorpionen seitens der Behörden nicht erlaubt.

Sterlet

Die Heimat liegt in Westasien, wo dieser im Süß- und Brackwasser sein Dasein fristet. Der Sterlet eignet nicht für Haltung in Aquarien, und auch nur nicht uneingeschränkt in Teichen. Da die Haltung hohe Ansprüche an Wassertemperatur und Strömung stellt, mag eine Adoption wohl überlegt sein.

Sind diese Gegebenheiten nicht zufriedenstellend gegeben, ist eine artgerechte Haltung auch nicht machbar.

Sugar Gilder

Diese Tiere werden niemals stubenrein und man kann nur warten, wann sie wieder mal pinkeln. Sugar Gilder müssen, wenn sie müssen, immer das dort vollbringen, wo sie gerade zugegen sind.

Schon aus hygienischen Gründen ist von einer Adoption abzuraten. In der Wohnung ist wegen hygienischer Umstände eine artgerechte Haltung nie machbar.

Weißbauchigel

Wenn du planst, einen Weißbauchigel zu adoptieren, dann mach dir Gedanken, ob du dem Tier überhaupt eine artgerechte Bleibe bieten kannst. Ein solches Tier benötigt eine konstante Raumtemperatur von 20 bis 26 Grad Celsius. Wird es kälter, fallen die Tiere in eine Art von Winterschlaf.

Diese Tiere benötigen viel Auslauf und daher sollte das Terrarium ausreichend groß genug dafür sein.

Ist zu wenig Platz vorhanden, laufen sie desinteressiert vor der Wand hin und her.

Das kann man dann kaum als eine artgerechte Tierhaltung bezeichnen.

Written by Gastautor
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